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Die
FCI WM in Baunatal brachte Spannung bis zur letzten Minute und
hatte einen verdienten Sieger! Die nicht mehr erwarteten Siege
zählen sicherlich zu den schönsten Momenten in der Karriere
eines Hundesportlers.
Edgar
traf sicherlich fast der Schlag, als er bei der Auslosung am
Donnerstag als einer der ersten Starter am Freitag Morgen noch
vor 7.00 Uhr zur Unterordnung antreten musste.
Weiß
man doch zu genau, dass eigentlich gerne zum Ende einer
Veranstaltung die Sieger gekürt werden. Ob zum Höhepunkt einer
Veranstaltung am Sonntag Mittag die Masse der Zuschauer die
immer müder werdenden Richter beinflusst? Wer weiß es.
Das
aber zu Beginn einer solchen großen Veranstaltungen die Richter
mit Ihren Punkten zurückhaltend sind, weiß man nur zu genau.
Nach akzeptablen 97 Punkten in der Unterordnung folgten 96 Pkt.
im Schutzdienst. Eine viel diskutierte Entscheidung des
deutschen Richters Rüdenauer, die auch durch viele folgende
Punktevergaben in Frage gestellt wurde. Hier sah Edgar
sicherlich schon seine Felle davonschwimmen. Wusste man doch,
welch starke Hunde am Start waren.
Am
Samstag die Fährte gab Edgar dann aber den Rest. Desert, wie
immer gut aufgelegt, erlebte etwas, was er und sein Führer
sicherlich nur schwer trainieren konnten.
Kurz
vor ihm, direkt auf der Fährte, begann plötzlich eine Maus
Erde aus ihrem Loch zu werfen. Nur ein deutliches Kommando
konnte ihn davon abhalten, die Jagd aufzunehmen.
Was
mag er wohl gedacht haben? Lebende Belohnungshäppchen auf der
Fährte? Was Edgar in diesem Moment gedacht hat, kann man sich
nur unschwer vorstellen. Das war's. Die 3 Punkte die hier weg
waren, bedeuteten das Ende aller Träume.
Doch
auch an den anderen Teilnehmern ging der Stress, 290 Pkt. toppen
zu müssen, die Edgar so früh vorgelegt hatte, nicht spurlos
vorüber. Und einer nach dem anderen leistete sich kleine
Fehler, die am Sonntag, gegen Ende der Veranstaltung, die
Hoffnung langsam wieder aufkommen ließ.
Der
Hündin Kleo von den Drei Tannen des Schweizer Erwin Patzen war
heiß und musste darum als letzte Starterin antreten.
Dieses Team brachte das Stadion zum Kochen, als sie nach einer
100er Fährte 97 Pkt. in der Unterordnung vorlegten. 94 Pkt. im
Schutzdienst hätten gereicht. Doch schon nach einem
leidenschaftslosen Revieren und einem unsicheren Verbellen, mit
mehreren Unsauberkeiten, war eigentlich jedem klar, dass hier
die Schwäche der Hündin lag und es schwerlich reichen konnte.
Nach durchschnittlichen Kampfhandlungen, einem unsicheren
Bewachen und einem weiteren Belästigen des Helfers waren die
letztlich erreichten 90 Pkt. noch sehr großzügig. Diese
Bewertung hielt den Vergleich mit anderen, ähnlich bewerteten
Hunden nicht Stand. Aber sei's drum. Als endlich feststand, das
Edgar mit Desert gewonnen hatte, war der Jubel unbeschreiblich.
Edgar war es anzusehen, was in ihm vorging, als er sein Ziel
nach so vielen Jahre harter Arbeit erreicht hatte.
Nach
dem Gewinn der Landesmeisterschaft, dem Gewinn der DVG
Bundessiegerprüfung und dem Gewinn der VDH FCI WM Quali war das
der 4. große Sieg in diesem Jahr.
Auch
wenn es in 2 Wochen auf der DM des DHV nicht zu Sieg reicht,
steht für mich der Hund des Jahres 2002 schon fest. Aber warten
wir es einmal ab, die zwei sind gut in Form.
Der
DMC gratuliert Edgar Scherkl und allen deutschen Teilnehmern
für ihre überragende Leistung, die nicht nur die Serie der
Erfolge der deutschen VDH Mannschaft, sondern auch die Serie der
Erfolge der Starter des DMC der letzten Jahre so erfolgreich und
eindrucksvoll fortsetzt.
Seit
vielen Jahren denken wir, daß der Erfolg unserer Arbeit nicht
mehr zu toppen ist, doch unsere engagierten Hundeführer
belehren uns immer wieder eines Besseren. Danke.
Peter
Engel
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